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2011 Februar | Fernstudium Nachrichten

Weiterbildung unterstützt Innovationsfähigkeit

Der Großteil der Manager sieht die Qualifizierung der Mitarbeiter und die berufsbegleitende Weiterbildung mit Blick auf die Innovationsfähigkeit des Unternehmens als wichtig bis äußerst wichtig an. Das ist das Ergebnis der aktuellen TNS Infratest-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2011, die im Auftrag der SGD durchgeführt wurde.

Im Rahmen der Studie erklärten die 302 befragten Manager, dass eigenverantwortliches Lernen, ein schneller Wissenstransfer und die Feedbackkultur die wichtigsten Innovationstreiber sind. Als wichtigste Voraussetzung für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens nannten 73 Prozent der Befragten den schnellen Transfer von Wissen.

Dahinter reiht sich der eigenverantwortliche Wissenserwerb ein. Dieser kann bei Mitarbeitern unter anderem durch die Bewältigung eines Fernstudiums erfolgen. 66 Prozent erklärten, dass sowohl die Feedbackkultur als auch das Lernen aus eigenen Fehlern wichtige Voraussetzungen für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmen sind.

An Bedeutung gewinnt für viele Manager auch der Wissensaustausch unter den Mitarbeitern. Dieser kann beispielsweise durch virtuelle Netzwerke erfolgen. Allerdings fordert das auch von den Unternehmen die Bereitstellung der erforderlichen Kommunikationsstruktur. Die Feedbackkultur eines Unternehmens nimmt grundsätzlich aktiv Einfluss auf die Innovationsfähigkeit und sollte demnach offen gestaltet sein.

Weiterbildungskosten müssen bei frühzeitiger Kündigung zurückerstattet werden

Wenn ein Arbeitnehmer sein Unternehmen frühzeitig verlässt, muss er die Weiterbildungskosten an seinen Arbeitgeber zurückerstatten, wenn dieser für die Aufwendungen aufgekommen ist. Laut dem Bundesarbeitsgericht ist das auch dann der Fall, wenn sich einzelne Abschnitte der Ausbildung über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Der Mitarbeiter wird nach Erklärungen der Richter nicht ungemessen benachteiligt, wenn eine Bindung an den Arbeitgeber bis zum Ende der Weiterbildung vereinbart wurde. Als Voraussetzung gilt jedoch, dass dem Arbeitnehmer durch die Weiterbildung ein geldwerter Vorteil entsteht.

Dies ist unter anderem bei einem Meisterkurs der Fall, durch den der Mitarbeiter seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht. Nach der Auffassung des deutschen Gesetzgebers sind Vereinbarungen zulässig und üblich, die darüber entscheiden, dass ein Arbeitnehmer die Weiterbildungskosten zurückerstatten muss, wenn er sich für die vorzeitige Kündigung entscheidet. Die Bindung an den entsprechenden Arbeitgeber darf allerdings nicht so eng sein, dass durch sie das Recht auf freie Arbeitsplatzwahl eingeschränkt wird.

Als zulässig gilt bei einer Fortbildung von bis zu einem Monat eine Bindung an den Arbeitgeber von bis zu sechs Monaten. Eine Bindung von bis zu fünf Jahren ist möglich, wenn die Weiterbildung ein Zeitfenster von mehr als zwei Jahren umfasst.

Neues Master-Fernstudium der Euro-FH widmet sich Wirtschaftspsychologie

Ab 1. März 2011 können sich Führungskräfte an der Euro-FH für ein neues Master-Fernstudium entscheiden. Mit dem Master-Fernstudiengang Wirtschaftspsychologie erweitert die Euro-FH das eigene Angebot. Die Absolventen können durch das Studium den Master of Science erwerben. Nach Angaben der Fernhochschule können die Studierenden selbst entscheiden, ob sie das Studium in 18 oder 24 Monaten bewältigen möchten.

Nach dem 1. März ist der Studienbeginn jederzeit möglich. Das neue Master-Fernstudium kann an der Euro-FH einen Monat lang kostenlos getestet werden. Bei dem Angebot handelt es sich um ein FIBAA-akkreditiertes Fernstudium. Ab sofort können sich Interessenten für den Studiengang einschreiben. Die Euro-FH gewährt allen Absolventen die Möglichkeit, die Regelstudienzeit um 50 Prozent zu verlängern.

Durch das Master-Fernstudium sollen die Absolventen lernen, psychologische Gesichtspunkte bei den unternehmerischen Herausforderungen zu berücksichtigen. Dafür geht der Studiengang in Form von mehreren Modulen auf Themen wie Coaching, Mediation und Führungspsychologie ein. Zugleich erlernen die Teilnehmer verschiedene psychologische Handlungskompetenzen und die wichtigsten Elemente der Gesprächsführung. Das Master-Fernstudium der Euro-FH umfasst mehrere Präsenzseminare, die auch während der Testphase in Anspruch genommen werden können.

Rund 300 MBA-Angebote im letzten Jahr

Auch weiterhin gehört der Master of Business Administration zu einem der begehrtesten Titel unter Young Professionals. Bundesweit genießt der MBA-Titel eine große Aufmerksamkeit unter Fachkräften. Doch gerade auf Seiten der Unternehmen zeichnet sich eine langsame Trendwende ab. Galt der MBA-Titel in der Vergangenheit als entscheidendes Auswahlkriterium, wissen viele Personalentscheider mittlerweile, dass ein solcher Titel weder Persönlichkeit, noch Know-How ersetzen kann.

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der MBA-Angebote in Deutschland nahezu explodiert. Standen 2003 noch weniger als 150 Programme für diesen Titel zur Verfügung, lag die Anzahl im letzten Jahr bei stolzen 300. Noch nie zuvor wurden so viele MBA-Programme in der Bundesrepublik angeboten. Auch 2011 kann damit gerechnet werden, dass neue Angebote den Sprung auf den Markt schaffen werden. Damit würde die Anzahl der MBA-Programme erneut an Gewicht gewinnen.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich beim Blick auf die Anzahl der Anbieter, die sich in den letzten Jahren ebenso nahezu verdoppelt hat. 2003 hatten nur knapp über 50 Einrichtungen ein MBA-Angebot im Programm. Im letzten Jahr wurden die Programme von mehr als 120 Einrichtungen geführt.