IAB-Studie gibt neue Arbeitsmarktprognosen bekannt
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Bildungsforschung hat die Arbeitsmarktprognosen für das Jahr 2011 veröffentlicht. Anhand der Ergebnisse lässt sich erkennen, dass die Autoren der Studie davon ausgehen, dass sich die Erholung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in diesem Jahr fortsetzen wird. Jedoch wird sie an Dynamik verlieren.
2011 sollen nach Ansicht des IAB so viele Menschen erwerbstätig sein wie noch nie seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Zahl der Erwerbstätigen schätzt das Institut auf 40,84 Millionen Personen. Im Jahresdurchschnitt sollen 2,93 Millionen erwerbslos sein. Zugleich rechnet die IAB-Studie mit einem Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes. Dieses soll um rund drei Prozent steigen.
Trotz der positiven Erwartungen blickt das IAB auch mit gewisser Sorge der wirtschaftlichen Entwicklung entgegen. So erklärten die Studienautoren, dass die wirtschaftliche Entwicklung derzeit auch mit hohen Risiken einhergeht. Demnach könnte es aufgrund der politischen Unruhen zu Beeinträchtigungen in der Ölförderung kommen. Diese würden wiederum zu einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise führen. Auch die Haushaltslage von einzelnen EU-Mitgliedsstaaten muss nach Ansicht von Experten als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung betrachtet werden.
Mehr Studienanfänger im Jahr 2010
Im vergangenen Jahr haben sich im Vergleich zu 2009 mehr Männer und Frauen für ein Studium entschieden. Wie das Statistische Bundesamt nun mitteilte, haben sich 2010 insgesamt 443.000 Personen in Deutschland für ein Studium entschieden. Damit ist die Zahl der Erstimmatrikulationen im Vergleich zum Vorjahr um 18.000 gestiegen.
Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten dabei die Ingenieurswissenschaften. In diesem Bereich stieg die Anzahl der Anfänger um rund 8 Prozent. Insgesamt 265.100 Personen haben sich 2010 für ein Studium in diesem Bereich entschieden. Im Vergleich zu 2009 handelt es sich hierbei um ein Plus von 93.200 Anfängern und Anfängerinnen.
Auch in anderen Studienbereichen war die Entwicklung der Erstimmatrikulationen positiv. So konnten auch die Sprach- und Kulturwissenschaften einen deutlichen Anstieg verbuchen. In dieser Fächergruppe haben sich 6,3 Prozent mehr Anfänger für ein Studium entschieden.
Insgesamt haben 77.300 Personen in den Sprach- und Kulturwissenschaften ein Studium aufgenommen. In der Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften stieg die Zahl der Erstimmatrikulierten um 4,7 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung setzte sich in der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften durch. Hier betrug das Plus 3,8 Prozent.
Stiftung Warentest testet Onlinetrainer-Weiterbildungen
In einem aktuellen Test haben sich die Experten der Stiftung Warentest mit Weiterbildungen zum Onlinetrainer auseinandergesetzt. Dieses neue Berufsbild entstand im Zuge der wachsenden Bedeutung des E-Learnings. Das E-Learning ist seit Jahren in Deutschland auf dem Vormarsch und wird heute immer häufiger von Berufstätigen, Schülern und Studenten in Anspruch genommen.
Im aktuellen Test hat die Stiftung Warentest insgesamt vier Kurse zum Onlinelehrer genauer unter die Lupe genommen. Drei davon konnten inhaltlich und didaktisch überzeugen. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Weiterbildungsangeboten enorm. Aus diesem Grund sollten sich Interessierte im Voraus bei der Bildungseinrichtung über die jeweiligen Schwerpunkte erkundigen. Beachtliche Unterschiede weisen auch die Kosten auf.
Die Weiterbildungen, die von der Stiftung Warentest getestet wurden, gehen mit Kosten zwischen 445 und 1175 Euro einher. Als Zeitfenster müssen die Teilnehmer je nach gewählter Weiterbildung zwischen vier und zehn Wochen Zeit einplanen. Die Stiftung Warentest war vor allem von den Angeboten der TLA TeleLearn Akademie, der HFU Akademie der Hochschule Furtwangen und dem Kurs von Daten + Dokumentation überzeugt. Sie konnten sich sowohl inhaltlich als auch didaktisch gegenüber anderen Angeboten durchsetzen.
Hamburger Akademie für Fernstudien verzichtet auf Schulabschluss-Kurse
Ab sofort stehen an der Hamburger Akademie für Fernstudien keine Schulabschluss-Kurse mehr zur Verfügung. Wie das Unternehmen der Klett Gruppe mitteilte, werden seit 1. März keine Teilnehmer mehr für Fernstudien aufgenommen, die auf verschiedene Schulabschlüsse vorbereiten. Die bereits bestehenden Teilnehmer werden künftig von der Studiengemeinschaft Darmstadt betreut.
Die SGD ist ebenso ein Unternehmen der Klett Gruppe und fungiert als Schwesterunternehmen der Hamburger Akademie für Fernstudien. Der Verzicht auf die Schulabschluss-Fernkurse erfolgt bei dem Hamburger Unternehmen im Rahmen einer Neustrukturierung. So werden die Fernkurse künftig in drei Institute gegliedert. Innerhalb der Institute sollen nach Angaben der Hamburger Akademie für Fernstudien weitere Fachbereiche geschaffen werden, um die Transparenz zu erhöhen.
Im Zuge der Neustrukturierung möchte das Unternehmen die Anzahl der Fernkurse leicht minimieren. Demnach sollen künftig nicht mehr wie bislang 160, sondern rund 140 Fernstudien angeboten werden. Die Hamburger Akademie für Fernstudien betonte, dass man mit dieser Neustrukturierung auf die Wünsche und Interessen der Kunden reagiere.