Mecklenburg-Vorpommern bekommt neues Weiterbildungsförderungsgesetz
Ab Juni wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Weiterbildungsförderungsgesetz gelten. Das neue Gesetz wurde in den vergangenen Tagen von dem Landtag des Bundeslandes verabschiedet. Durch dieses wird das bislang geltende Gesetz, das 1994 in Kraft getreten ist, novelliert. In den letzten Wochen wurde zunehmend zu einer Reform des Weiterbildungsgesetzes gedrängt. So hat diese unter anderem der Landesrechnungshof gefordert.
Mit dem neuen Weiterbildungsförderungsgesetz wird die Altersgrenze für Weiterbildungen herabgesenkt. Dadurch sollen nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche Zugang zu entsprechenden Angeboten haben. Die neue Altersgrenze liegt nun bei 14 Jahren. Darüber hinaus wurde der Begriff Weiterbildung neu definiert. Auch bei den Weiterbildungsbereichen legten die zuständigen Politiker Hand an. Beschränkten sich diese bislang auf die berufliche Weiterbildung, stehen nun auch die allgemeine und politische Fortbildung als Bereiche fest.
Durch das Weiterbildungsförderungsgesetz wird die staatliche Anerkennung von Weiterbildungsangeboten bestehen bleiben, muss sich aber Änderungen unterziehen. So soll sich diese künftig unbürokratischer gestalten. Des Weiteren soll sie schneller abgewickelt werden können. Auch weiterhin handelt es sich bei der staatlichen Anerkennung um eine wichtige Orientierungshilfe.
Wirkung bei meisten Arbeitsmarktinstrumenten erkennbar
Kurze Zeit vor einer neuen Reform hat sich das IAB abermals den Arbeitsmarktinstrumenten angenommen, die in Deutschland zum Einsatz kommen und hat diese auf den Prüfstand gestellt. Nun veröffentlichten die Arbeitsmarktforscher ihre Studienergebnisse. Dabei gestalteten sich diese zumindest in Teilen überraschend.
Das IAB fand im Rahmen der Studie heraus, dass die meisten Arbeitsmarktinstrumente in Deutschland eine Wirkung erzielen. Jedoch zeigen sich an dieser Stelle sehr deutlich unterschiedliche Nuancen. Als wirkungsvoll bezeichneten die Arbeitsmarktforscher auch die Weiterbildung und die Ein-Euro-Jobs.
Bei den Ein-Euro-Jobs sind den Studienergebnissen zufolge durchaus positive Beschäftigungseffekte zu erkennen. Allerdings besteht in diesem Bereich auch erheblicher Verbesserungsbedarf. Diese sehen die Arbeitsmarktforscher vor allem bei der Auswahl der Teilnehmer. Die Teilnehmerauswahl sollte an dieser Stelle zielgenauer erfolgen.
Einzelne Arbeitsmarktinstrumente sind nach Ansicht des IAB auch verzichtbar. Hierbei handelt es sich vor allem um die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die jedoch bereits seit einigen Jahren nur noch wenig eingesetzt werden. Die Wirkung der einzelnen Instrumente schwankt immer dann sehr deutlich, wenn es zu einer Differenzierung zwischen einzelnen Gruppen kommt, die mit ihnen gefördert werden.
Neue Umfrage widmet sich betrieblicher Weiterbildung und deren Stellenwert
Studien belegen immer wieder, dass die betriebliche Weiterbildung in zahlreichen Branchen an Aufmerksamkeit gewinnt. Sie gilt als wichtiges Mittel im Kampf gegen den Fachkräftemangel und soll zugleich die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens erhalten. Doch die Methoden und Themen, die dabei im Fokus stehen, sind verschieden.
Vor wenigen Tagen hat HRM.de eine neue Umfrage zur betrieblichen Weiterbildung gestartet. Im Rahmen der Studie „Weiterbildungs-Report 2011″ sollen wichtige Antworten auf Fragen gefunden werden, die derzeit von Bedeutung sind. An der Umfrage beteiligen sich neben dem Magazin personal manager auch die beiden Schwesternportale HRM-Austria.de und HRM.ch.
Im Fokus der neuen Umfrage steht unter anderem der Stellenwert, den die betriebliche Weiterbildung derzeit bei Unternehmen genießt. Der Weiterbildungs-Report soll aber auch Informationen zu den unterschiedlichen Lernmethoden liefern. Zudem soll er aufzeigen, welche Fortbildungsthemen in den Unternehmen derzeit relevant sind. Die Befragung wird nach Angaben der Initiatoren noch bis zum 31. Mai 2011 laufen. Für die Auswertung der Antworten wird ein Zeitfenster von mehreren Wochen eingeplant, sodass im Juli 2011 mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse gerechnet werden kann.
Businessknigge-Weiterbildungen stellen sich der Stiftung Warentest
Ein gutes Benehmen ist für die eigene Karriere unerlässlich. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Beschäftigte für sogenannte Businessknigge-Weiterbildungen. Sie vermitteln vordergründig moderne Umgangsformen im Beruf. Deutschlandweit werden zahlreiche Kurse dieser Art angeboten. Nun hat die Stiftung Warentest die Businessknigge-Weiterbildungen auf den Prüfstand gestellt.
Dabei kamen die Experten zu dem Ergebnis, dass Interessierte für gute Benimm-Kurse nicht zwingend tief in die Tasche greifen müssen. Im Test konnten so auch Weiterbildungen für unter 50 Euro überzeugen. Insgesamt zehn Kurse hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Dabei bewegte sich die Preisstruktur zwischen 40 und 1490 Euro.
Acht der zehn Angebote waren Tageskurse. Mit Blick auf die Ergebnisse rät die Stiftung Warentest Interessierten dazu, sich rechtzeitig zu den Kursen anzumelden. Des Weiteren sollten sich Interessierte nach entsprechenden Alternativen umschauen, da viele Kurse kurze Zeit vor dem Start abgesagt werden. Als einer der Testsieger konnte sich der Kurs „Business-Knigge: Moderne Umgangsformen im Beruf” durchsetzen. Er wird von der Handwerkskammer Leipzig offeriert. Bei einzelnen Angeboten kritisierte die Stiftung Warentest die geringe Anzahl von Übungen während der Weiterbildung.