Deutlich größeres Interesse an Webinaren
Bei Teilnehmern eines Fernstudiums gewinnen E-Learning-Formate und die technische Unterstützung von Lernprozessen zunehmend an Bedeutung. Das ist eines der Kernergebnisse der Trendstudie Fernstudium, die durch die IUBH durchgeführt wurde. Demnach sieht die große Mehrzahl der Studenten diese Formate als sinnvoll und gewünscht an.
Zu den Vorreitern auf diesem Gebiet gehört die Gruppe der Technological Frontrunner. Hier lässt sich den aktuellen Ergebnissen zufolge ein großer Bedarf an Webinaren erkennen. 93 Prozent der Teilnehmer erklärten in dieser Gruppe, dass Webinare während des Fernstudiums gewünscht seien. Damit wird mit Blick auf diese Formate im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 19 Prozent verzeichnet.
Auch beim Wunsch nach Webbasierten Trainings, virtuellen Meetings und Online-Tests lässt sich ein deutlich größeres Interesse erkennen. So sind auch diese Formate zunehmend gefragt bei den Teilnehmern eines Fernstudiums. In der Gruppe der Technological Frontrunner gelten außerdem Projektmanagement-Software-Lösungen, sowie Document-Sharing-Tools als sehr begehrt. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer erklärte zudem, dass sie sich in Internetforen über Angebote für das Fernstudium informieren. Im Bereich der Kommunikationsformen liegt die E-Mail sowohl bei der individuellen Beratung als auch während des Fernstudiums an erster Stelle.
Längere Anmeldefrist bei Fernstudiengängen der Hochschule Fulda
Die Anmeldefrist für die Fernstudiengänge der Hochschule Fulda wurde durch die ZFH verlängert. Noch bis zum 31. Juli 2011 können sich Interessenten für mehrere Studiengänge bewerben. Die ZFH betonte, dass sämtliche Bewerbungen bis zum angegebenen Stichtag berücksichtigt werden. Von der verlängerten Anmeldefrist sind auch die beiden Fernstudiengänge „Sozialkompetenz” und „Professionelles Coaching” betroffen.
Die Hochschule Fulda reagiert mit dem Fernstudium „Sozialkompetenz” auf die wachsende Bedeutung der Soft Skills. Sie haben sich als wichtiger Erfolgsfaktor in den Unternehmen etablieren können und gewinnen berufsübergreifend entscheidend an Beachtung. In dem Fernstudium bekommen die Teilnehmer wichtige Kenntnisse in den Bereichen rhetorische Kompetenz und Teamfähigkeit vermittelt.
Das Zeitfenster des Fernstudiums beläuft sich auf zwei Semester. Deutschlandweit ist dieser Studiengang ein einzigartiges Angebot. Der Grund dafür ist die Berücksichtigung des gesamten Spektrums „Soziale Kompetenzen”. Durch die inhaltliche Gestaltung wird der ganzheitliche Ansatz des Fernstudiums unterstrichen. Der Studiengang setzt sich aus 16 Kurseinheiten zusammen. In diesen finden Themen wie Rhetorik und Körpersprache Berücksichtigung. Auch die zwischenmenschliche Kommunikation ist Thema des Fernstudiums.
IUBH entscheidet sich für Fernstudienprojekt
Mit der IUBH entscheidet sich eine der bekanntesten deutschen Hotelschulen für ein ehrgeiziges Fernstudienprojekt. Ab Oktober können sich Interessierte an der Internationalen Hochschule Bad Honnef für ein Fernstudium im Bereich des Tourismus-, Service- und Hotelmanagements entscheiden.
Die IUBH möchte auch im Rahmen der beiden betriebswirtschaftlichen Fernstudiengänge an dem hohen Qualitätsanspruch festhalten, für den die Bildungseinrichtung bereits bekannt ist. Der Lehrstoff für das Fernstudium wurde von den Professoren der renommierten Präsenz-Studiengänge erarbeitet. Ein Teil der Lehrmaterialien soll den Teilnehmern in digitaler Form in Gestalt von Filmen, Video-Seminaren und Podcasts zur Verfügung gestellt werden.
Beide Studiengänge lassen sich mit mehreren Spezialisierungen versehen und verfügen über einen starken Praxisbezug. Die Teilnehmer sollen nach Angaben der IUBH auch bei diesen beiden Studiengängen in den Genuss eines klassischen Fernstudiums kommen. Demnach werden beide Studiengänge ortsungebunden angeboten. Lediglich die Prüfungen müssen von den Teilnehmern in einem der insgesamt zehn Studienzentren abgelegt werden. Die IUBH verfügt über Studienzentren in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Alle Inhalte der Studiengänge können ortsungebunden erarbeitet werden.
ZFH reagiert auf steigende Nachfrage nach Fernstudien
Immer mehr Fachkräfte bilden sich über das Fernstudien weiter. Die Ortsungebundenheit und die flexible Zeiteinteilung machen es zunehmend zu einer der beliebtesten Weiterbildungsformen in Deutschland. Auch die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen spürt die wachsende Nachfrage nach entsprechenden Studiengängen.
Die ZFH reagiert auf die steigende Nachfrage mit neuen Studienangeboten. Bereits zum Wintersemester 2011/2012 dürfen sich Interessenten an mehreren Hochschulen in Deutschland auf neue Fernstudiengänge verlassen. Auch künftig soll das Angebot nach Angaben der ZFH weiter ausgebaut werden. So sollen weitere neue Studiengänge bereits im Sommersemester 2012 folgen.
An der Hochschule Darmstadt wird im Zuge dessen ein neues Pilotprojekt starten. Im Rahmen des Projekts „Vom Meister zum Master” wird der Fernstudiengang Master of Science Elektrotechnik angeboten. Gleich drei neue Studienangebote können künftig an der Hochschule Fulda in Anspruch genommen werden. Eines davon präsentiert sich mit dem Studienangebot „Professionelles Coaching”. Es soll den Teilnehmern neue Möglichkeiten im Bereich des Coachings ermöglichen und baut auf dem Weiterbildungsangebot „Sozialkompetenz” auf, das zum Bildungsangebot der Hochschule Fulda gehört.
Weiterbildungsbeteiligung in Ostdeutschland geht zurück
In den ostdeutschen Bundesländern ist die Weiterbildungsbeteiligung im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 deutlich gesunken. Nutzten 2007 noch 47 Prozent der Menschen in Ostdeutschland eine Weiterbildung, lag der Anteil 2010 lediglich bei 41 Prozent. Insgesamt gestaltete sich die Entwicklung der Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland nach Ergebnissen des AES jedoch stabil.
So lag die Beteiligung an Weiterbildungen im vergangenen Jahr bei 42 Prozent. Im Vergleich zu der letzten Erhebung, die 2007 durchgeführt wurde, ist diese leicht gesunken. 2007 wurde ein Wert von 44 Prozent ermittelt.
Der Rückgang konzentriert sich jedoch ausschließlich auf die ostdeutschen Bundesländer. In den westdeutschen Bundesländern folgt die Entwicklung dem Trend, der bereits 2000 eingeschlagen wurde und bleibt weiter stabil. 2010 lag die Beteiligungsquote bei 43 Prozent. Während die individuelle Weiterbildung stabil bleibt, wurde im Bereich der betrieblichen Weiterbildung bei dem aktuellen AES ein Rückgang verzeichnet.
Der AES wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt. Die betriebliche Weiterbildung nimmt bei den Weiterbildungsaktivitäten in Deutschland auch weiterhin den größten Anteil ein und erreicht fast 60 Prozent.